Kreishandwerksmeister Wriedt bei seiner RedeWieder einmal konnte Kreishandwerksmeister Thomas Wriedt eine große Anzahl von Gästen im "Hohen Arsenal" in Rendsburg begrüßen. Zur bereits 26. Amtsköste trafen sich Vertreter aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Handwerk zu Gesprächen und lockerem Gedankenaustausch.

In seiner Rede gab er einen kleinen Rückblick über das vergangene Jahr, in dem es viele gravierende Veränderungen in der Kreishandwerkerschaft gab, die alle zum Wohle des heimischen Handwerks und der Ausbildung gelöst wurden. "Sie können erkennen wie schnell das organisierte Handwerk auf Veränderungen reagiert, ganz anders als die große Politik", so Thomas Wriedt und kam dabei auf Themen zu sprechen, die den Handwerksbetrieben große Sorgen bereiten. Als eine "Posse aus dem Tollhaus Berlin" beschrieb er die Debatten um ein Fahrverboten für Dieselfahrzeuge. "Anstatt die Autoindustriekonzerne zu verpflichten eine Nachrüstung bei allen Dieselfahrzeugen durchführen zu lassen wird über ein fragwürdiges Softwareupdate debattiert. Wir Handwerker sind die Betrogenen und werden dazu verdonnert unsere Fahrzeuge zu verschrotten und stattdessen einen Benziner oder ein E-Fahrzeug zu erwerben und den Betrügern noch mehr Geld in die Kassen zu spülen", schimpfte Thomas Wriedt.

Die beiden Maler-Innungen Rendsburg und Eckernförde gehen zusammen. " Zum Wohle unseres Handwerks und der Ausbildung unseres Nachwuchses wollen wir die Zusammenarbeit weiter intensivieren", so Obermeister Bernd Fock auf der gemeinsamen Versammlung beider Innungen im "Haus des Handwerks".

Foto: der neu gewählte Vorstand (v.l.) Joachim Ruser (stv. Obermeister) Christian Schmincke (Schriftführer), Stefan Struve (Kassenführer), Bernd Fock (Obermeister), Volker Petersen (Beisitzer) und Ulf Hauschildt (Lehrlingswart).

Volksbank-Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg eG und die Kreishandwerkerschaft Rendsburg-Eckernförde ehrten die Besten

In einer gemeinsamen Feierstunde ehrten Kreishandwerkerschaft und VR Bank die besten zehn handwerklichen Ausbildungsabschlüsse des Jahres. Die frisch gebackenen Junggesellinnen und -gesellen nahmen dabei nicht nur die Glückwünsche von Kreishandwerksmeister Thomas Wriedt entgegen sondern freuten sich auch über ein 150-Euro-Geldgeschenk und ein Sachbuch aus den Händen von Lutz Peterson. Darüber hinaus bot der Leiter des Bereiches Firmenkunden bei der VR Bank den Geehrten das bereits traditionelle zinslose und gebührenfreie Darlehen in Höhe von 5.000 Euro zur Weiterbildung an. "Wer bereits hervorragende Leistungen gezeigt hat und für seine persönliche Weiterentwicklung eine Zeit lang auf das Geldverdienen verzichtet, wird von uns unterstützt", versprach der Banker.

72 Aussteller präsentieren sich wieder auf der diesjährigen Berufsinformationsbörse im Gewerbegebiet an der Friedrichstädter Straße in den Lehrwerkstätten der Kreishandwerkerschaft und in der Ausstellungshalle von Mercedes Süverkrüp+Ahrendt.

Über 200 Ausbildungsberufe wurden vorgestellt. Mehr als 1600 angemeldete Schüler aus 19 Schulen aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde konnten sich so  einen kleinen Überblick der verschiedensten Ausbildungsberufe verschaffen, mit Informationen wurden sie von sich gerade in der Ausbildung befindlichen Jugendlichen versorgt.

Susanne Kos ist die neue Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Rendsburg-Eckernförde. In einer außerordentlichen Obermeister- und Delegiertenversammlung wurde sie einstimmig als Nachfolgerin der im April dieses Jahres verstorbenen Elke Lebang gewählt. Susanne Kos hat bisher den elterlichen Fleischereibetrieb mit 50 Mitarbeitern in Niedersachsen geführt. Erfahrungen mit Handwerksorganisationen machte sie als Mitglied von Prüfungsausschüssen der dortigen Kreishandwerkerschaft und der Handwerkskammer.

Susanne Kos macht es sich zur Aufgabe die Präsenz des Handwerks und der Kreishandwerkerschaft Rendsburg-Eckernförde in der Öffentlichkeit zu intensivieren, um so dem Mittelstand des Handwerks und der Kreishandwerkerschaft als Netzwerk und Organisationsorgan mehr Beachtung und Bedeutung zu verschaffen.

Ausbildungsumlage: Soka-Bau zahlt Mindestbeiträge zurück

Die Soka-Bau will die Mindestbeiträge zur Berufsausbildung erstatten. Den Grund lieferte das Bundesarbeitsgericht: Soloselbstständige sind nun einmal keine Arbeitgeber. Das hatte die Soka bisher anders gesehen.

Auf einen Blick: Die Soka-Bau will den Einzug des Mindestbeitrags zur Berufsausbildung stoppen und die bisher geleisteten Mindestbeiträge zurückzahlen. Der Grund dafür ist ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG). Demnach sind Soloselbstständige keine Arbeitgeber. Folglich sind Arbeitsgerichtsklagen der Soka-Bau gegen Soloselbstständige unzulässig.